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Kosmopolitismus & Körperlichkeit im europäischen Drama des 18. Jahrhunderts

Internationale Tagung an der Universität zu Köln, Institut für Skandinavistik/Fennistik, 10.10.-11.10.2014

Tagungsort: Internationales Kolleg Morphomata (http://www.ik-morphomata.uni-koeln.de/meta-navigation/kontakt.html)

Im Zentrum der Konferenz soll die Frage stehen, wie der zeitgenössische Kosmopolitismus bzw. die zeitgenössischen Kosmopolitismen auf der Bühne performativ umgesetzt und in Beziehung zu setzen sind zu Konzepten von zeittypischer Körperlichkeit, deren theatrale Präsentation soziale, geschlechtliche und ökonomische Ordnungen und Umbrüche sichtbar zu machen versteht. Im Zuge eines 'methodologischen Kosmopolitismus' soll so das häufig noch vorherrschende teleologische Verständnis von der Entstehung von Nationaltheatern im 18. Jahrhundert als Folge der Emanzipation eines ökonomisch potent gewordenen und national orientierten Bürgertums problematisiert werden. Unter Einbeziehung anthropologischer und medialer Fragen soll der Fokus stattdessen auf Konzepte des Kosmopolitischen und deren Umsetzung auf der Bühne gerichtet werden. Verfolgt wird hierbei – durch Einladungen an Beitragende aus Dänemark, Deutschland, Norwegen und Schweden und aus den Fächern Skandinavistik, Theaterwissenschaft, Germanistik und Romanistik – eine komparatistische Perspektive, um Differenzen, aber auch Übereinstimmungen zwischen den verschiedenen europäischen Theaterkulturen im 18. Jahrhundert in den Blick zu bekommen.

Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

(Für eine vergrößerte Ansicht bitte das Bild anklicken.)

Programmablauf:

Freitag, 10.10.2014

10:00-10:30

Begrüßung durch den Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Stefan Grohé
Einführung in das Konferenzthema durch Stephan Michael Schröder (Köln)

10:30-11:15

Erik Zillén (Lund): "Fusion and Diffusion. French Fable Drama in Eighteenth-Century Scandinavia"

11:30-12:15

Wolfram Nitsch (Köln): "Kosmopolitismus und Komödie bei Marivaux: Les fausses confidences (1737)"

12:15-13:00

Karin Hoff (Göttingen) "Schwedische Helden und französische Formen: Gustaf Wasa (1786) als ambitioniertes Gemeinschaftswerk von König Gustav III. und Johan Henric Kellgren"

14:30-15:15

Peter W. Marx (Köln): "Die Erfindung des 'natürlichen' Körpers auf der bürgerlichen Bühne des 18. Jahrhunderts"

15:15-16:00

Erich Kleinschmidt (Köln): "Die Wörtlichkeit der Körper. Zur ästhetischen Semiotik des Trauerdiskurses im Drama des 18. Jahrhunderts"

16:30-17:15

Stephan Michael Schröder (Köln): "Entkörperlichte Kommunikation: Das Distanzmedium Brief auf der dänischen Bühne des 18. Jahrhunderts"

 

Sonnabend, 11.10.2014

10:00-10:45

Bent Holm (Kopenhagen): "Unmasking the Masque by means of the Mask. A Reading of Ludvig Holberg's 'German comedy' Ulysses von Ithacia (1724) in a European Perspective"

11:00-11:45

Anna Sandberg (Kopenhagen): "Kopenhagener Kosmopolitismen 1789. Eine Analyse von Jens Baggesens und F.L.Ae. Kunzens Oper Holger Danske im Lichte von Text, Performanz und Theaterfehde"

11:45-12:30

Katharina Müller (Köln): "Vom patriotischen Harlekin zum nationalen Singspiel? Zu Johannes Ewalds Dramatik"

14:00-14:45

Martina Wieser (München): "Glücksspiel und Spekulation im dänischen Drama des 18. Jahrhunderts"

14:45-15:30

Annegret Heitmann (München): "Zirkulierende Fremde. Christian Olufsens Gulddaasen (1793)"

16:00-16:45

Abschlussdiskussion

 

Informationen zur Anreise und Wegbeschreibungen zum Hotel bzw. zum Tagungsort finden Sie hier.

 

Bei Rückfragen kontaktieren Sie bitte mueller.katharina(at)uni-koeln.de